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Schneejestöba

Scout im Schnee

ISO 800 - das klingt für den einen nach Lichtempfindlichkeit, für andere nach nach grausigem Rauschen.

Die Ixus 60 wird explizit mit Ihrer Fähigkeit beworben, ISO 800 zu unterstützen. Diese Zahlenkombination soll ein Vergleichswert zum klassischen Film sein. In einer Digitalkamera wird allerdings nur die Empfindlichkeit des Sensor-Signals (bzw. dessen Nachverstärkung), bevor es in digitale Daten gewandelt wird, festgelegt. In so winzigen Kameras wie der Ixus, aber auch in meiner schon einmal verglichenen Panasonic FZ-5 ist der Sensor nur ca. 22 mm² groß klein. Digitale Spiegelreflexkameras haben Sensoren mit ungefähr 370 mm² (ein typischer Kleinbildfilm misst übrigens 864 mm²). Es ist leicht verständlich, dass auf einen kleineren Sensor auch insgesamt weniger Licht fällt und dieses dann entsprechend verstärkt werden muss. Dabei werden auch Störsignale verstärkt. Das Bild verrauscht.
Aber genug des Technikgesülzes. Schauen wir uns einfach mal Ausschnitte des folgenden Bildes von mehreren Kameras an:

See

Zunächst die unempfindlichsten Einstellungen:

Detail der Canon bei ISO 80Detail der Panasonic bei ISO 80Detail der Nikon bei ISO 200

Das erste Bild stammt von der Ixus 60 mit ihrer unempfindlichsten Einstellung ISO 80. Das Bild macht eigentlich den besten Eindruck. Das nächste Bild stammt von der Panasonic Lumix FZ-5 bei ISO 80. Sie hat nur 5 Megapixel. Daher ist das Bild ein wenig kleiner. Das letzte Bild stammt von einer Nikon D100 bei ISO 200 (weniger habe ich nicht einstellen können). Diese Spiegelreflexkamera ist seit über 4 Jahen auf dem Markt und ich habe sie mir ausgeliehen (Dank an Alex). Der Bildeindruck ist ein wenig softer, was aber auch an meinen mangelhaften Kenntnissen im Umgang mit der Kamera liegen kann.

Die Panasonic unterstützt leider nur maximal ISO 400. Daher folgend ein Vergleich bei dieser Empfindlichkeit:

Detail der Canon bei ISO 400Detail der Panasonic bei ISO 400

Zuerst wieder die Canon. Man sieht ein deutliches Rauschen. Bei der Panasonic daneben ist dies nicht so auffällig. Das Bild ist aber kontrastärmer im Vergleich zu ISO 80 geworden. Und das Bild sieht leicht aquarellartig verwaschen aus. Man verwendet hier anscheinend eine Rauschunterdrückung, die leider auch die Details verschwinden lässt. Da ist mir der Weg von Canon doch lieber, denn eine Rauschunterdrückung kann ich immer noch im Rechner manuell drüber laufen lassen

Zu guter Letzt nun die beworbene ISO 800 Einstellung.

Detail der Canon bei ISO 800Detail der Nikon bei ISO 800

Richtig Freude macht die ISO 800 Einstellung der Canon (wieder links) nicht. Ich hab das Bild zwar noch nicht auf Papier gesehen, die Einstellung scheint jedoch wenig brauchbar. Eine Nutzung ohne Blitz in dunklen Räumen oder auf einem Konzert entfällt somit. Die Nikon daneben zeigt uns, wie es gehen kann.

Beim nächsten Bericht stelle ich noch ein paar sensorbedingte Unterschiede dar.

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Diskussion

Meinungen der trnd-Partner

[…] Den Originalartikel findet man wieder bei TRND. […]

[…] Mein Fazit: Bei der Ixus 60 ist attraktives Design mit hochwertiger Verarbeitung und pfiffigen Details bei einem günstigen Preis kombiniert. Bei der Größe macht ihr keiner was vor und sie überzeugt in Sachen Geschwindigkeit. Bei der Bildqualität sind im wesentlichen nur in Bezug auf das Rauschverhalten Abstriche zu machen. Die Farben sind schön und das Auflösungsvermögen bei 6 Megapixeln ist erstaunlich. Ambitionierte Fotografen werden jedoch manuelle Einstellungen wie Blenden- oder Zeitvorwahl vermissen. Und der Brennweitenbereich ist mit dem 3fach Zoom relativ begrenzt. Ich persönlich würde sie mir als Zweitkamera für Schnappschüsse unterwegs oder vor allem (mit Zusatzgehäuse) zum Tauchen zulegen, denn mir fehlen bei allen kompakten Digicams (leider auch bei meiner Panasonic) einfach die Gestaltungsmöglichkeiten mit der Schärfentiefe. […]